Die Schulfotomafia oder doch ganz anders?

 

 

Nichts ahnend schlage ich heute morgens die Salzburger Nachrichten auf und muss diesen Artikel entdecken! Fotografen bezahlen tatsächlich für Aufträge in Schulen? Im konkreten Fall ein Fotograf in Oberösterreich? Ach was. Das ist ja ganz was Neues! Und die armen Schulen rechtfertigen es, damit das ihr Budget immer weiter gekürzt wird und sie mit den Geldern Schulausflüge und Aktionen finanzieren müssen.
Es ist doch ein Offenes geheimniss, schon seit Jahren werden Fotografen nicht nach ihrem können, sondern nach der Höhe der Provisionszahlung ausgesucht. Wer mehr bezahlt hat den Job, wie ­die Fotos aussehen ­ist dabei nebensächlich. Als ich las, in EINEM konkreten Fall musste ich schmunzeln. Ich sage, 80% der Schulen handhaben das so und man kann Schulfotografen fragen, jeder ist damit schon konfrontiert worden. Schuld für mich sind aber hauptsächlich große Dumpinganbieter, die sich auf Schulfotos spezialisiert haben und ihre Fotografen über ganz Österreich ausschicken die dann nur mehr auf Quantität arbeiten und nicht mehr auf Qualität da sie auf Provisionsbasis arbeiten, sprich pro gemachten Bild bekommen sie einen Betrag. Umso mehr Schüler umso mehr Geld. Ein Schulfotograf erzählte mir mal, ohne das Kilometergeld welches er bekommt, würde sich der Aufwand nicht mehr lohnen! Bestraft werden die österreichischen Schulfotografen die mit immer höheren Provisionszahlungen konfrontiert werden. Das die Schulen sich jetzt als das Opfer hinstellen ist verständlich und es ist zu hoffen, dass es jetzt endlich wieder um die Fotos geht und nicht um die Provisionen.

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Comments: 6
  • #1

    Bernhard (Wednesday, 11 December 2013 07:20)

    Das alles ist so lächerlich! Ich kaufe schon seit Jahren keine Schulfotos mehr von den Schulfotografen. Lieber Fotografiere ich meine Kinder selbst als für so eine Qualität noch zu bezahlen!

  • #2

    Ingrid (Wednesday, 11 December 2013 08:24)

    Eigentlich ein Wahnsinn das man für so schlechte Bilder auch noch zahlen muss! Ich nehme immer die Bilder für meine Tochter weil sie freude damit hat. Ich ärgere mich aber immer für so einen Mist auch noch Geld ausgeben zu müssen

  • #3

    Direktor (Wednesday, 11 December 2013 08:37)

    Und wir Schulen werden jetzt als gierig und kriminell hingestellt! DANKE!

  • #4

    Ein Elternvertreter (Wednesday, 11 December 2013 10:45)

    Bei uns macht das immer der Elternverein. Der darf schon mal Grundsätzlich keine Gelder annehmen und vor allem ist damit gesichert, dass die Fotografen keine Adress- und Kommunikationsdaten erhalten.

  • #5

    Robert Harb (Wednesday, 11 December 2013 12:07)

    Es gibt auch Schulfotografen die Qualität liefern. Ich habe eine Abnahmequote von ca. 90 Protzent. Und zahle nicht die hohen Porvisionen wie meine Mitbewerber. Die Schulen und Kindergärten kommen in letzter Zeit immetmehr darauf das Qualität mehr zählt als Quantität.

  • #6

    Alexander Karl (Thursday, 12 December 2013 13:39)

    Zur Qualität:

    Die Frage ist auf was sich eure negativen Qualitätseindrücke hier beziehen?

    Denn da muss ich die Fotografen im Bereich Kindergarten in Schutz nehmen! Das Dilemma ist leider, zumindest bei uns, das viele Eltern diese seltsamen und hässlichen Hintergründe, unmöglichen Posen und das flache, gleichmäßig langweilige Licht genauso erwarten und haben wollen.

    Ich habe einmal versucht hier bei mir im Kindergarten einen Fotografen zu vermitteln, der zum gleichen üblichen Preis schöne Studiobilder vor neutralem Hintergrund hätte herstellen können, was aber der Mehrzahl der Eltern nicht gefallen hat.

    Der Markt hat sich hier einfach den Erwartungen der Eltern angepasst. Die Bilder müssen deswegen bei Kataloglicht unnatürliche Posen mit grinsenden Blick in die Kamera zeigen, am besten mit je nach Saison passenden Zubehör (Schlitten, Osterwiese usw.) sonst werden sie nicht gekauft. Die 10% Eltern, die ein besseres ästhetisches Bewusstsein haben fallen finanziell nicht ins Gewicht.